Starke Wirtschaft dank liberaler Politik
Liberale kämpfen für die Marktwirtschaft

Die Zeit bis Ende der 1960er Jahre war geprägt durch den deutschen Wiederaufbau und ein beispielloses Wirtschaftswunder. Wer die Trümmerlandschaft nach Ende des 2. Weltkrieges gesehen hatte, hatte wohl kaum mit einem solchen Aufschwung gerechnet, der Deutschland in kurzer Zeit in eine bis heute andauernde Phase des Wohlstands führte. Die Liberalen trugen entscheidend zu dieser Entwicklung bei. Ihr kompromissloses Bekenntnis zur Einführung der Marktwirtschaft, ihr Engagement zum Erhalt und zur Weiterentwicklung dieser Marktwirtschaft in den Koalitionsregierungen mit der CDU hatte das Wirtschaftswunder erst möglich gemacht.

Währungsreform 1948
Währungsreform 1948
Besonders deutlich wird die „tragende“ Rolle der FDP schon Ende der 1940er Jahre im Vorfeld der Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Für den 1947 eingesetzten Wirtschaftsrat hatten sich die acht liberalen Vertreter, die über die Länderparlamente hier eingezogen waren, zu einer "FDP-Fraktion im Wirtschaftsrat" zusammengefunden. Der Wille, der wirtschaftpolitischen Idee der Marktwirtschaft zum Durchbruch zu verhelfen, hatte sie zu einem Zeitpunkt zusammen geschweißt, in dem es eine Bundes-FDP noch gar nicht gab. Die FDP-Vertreter waren es jedenfalls, die den liberal gesinnten, aber parteilosen Ludwig Erhard als Kandidaten für das Amt des Verwaltungsdirektors für Wirtschaft, eine Art Wirtschaftsminister, vorschlugen. Von dieser Position aus setzte er dann im Juni 1948 die Währungsreform als Grundlage für das Wirtschaftswunder in die Tat um.

Das Prinzip Marktwirtschaft war zu diesem Zeitpunkt und auch in den Jahren danach keineswegs unumstritten. Die schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse im Nachkriegsdeutschland machten ein Engagement für eine freie und soziale Marktwirtschaft nicht einfach. Klare Gegenspielerin war zu dieser Zeit die Sozialdemokratie, die auf planwirtschaftliche Mittel setzte. Doch dank der FDP gab es in Westdeutschland keine grundlegenden Änderungen der Wirtschafts- und Gesellschaftsverfassung, wie sie von der SPD, aber auch Teilen der CDU gefordert wurde. Mit der Marktwirtschaft wurde ein urliberales Prinzip beibehalten, bei dem nun allerdings dem Staat in begrenztem Umfang die Eingriffsmöglichkeiten eingeräumt wurden. Zum Beispiel sollte die Vermögensbildung gefördert und die Anhäufung von wirtschaftlicher Macht in Form von Kartellen und Monopolen verboten werden. Dieses Konzept der "sozialen Marktwirtschaft" wurde dann zum wichtigsten Motor für den wirtschaftlichen Wiederaufstieg der Bundesrepublik in den fünfziger und sechziger Jahren.


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