Karl-Hans Laermann
Der im Rheinland geborene studierte Bauingenieur war zunächst bei verschiedenen Baufirmen tätig, bevor er nach der Promotion im Jahre 1963 und der drei Jahre später folgenden Habilitation Dozent an der Technischen Hochschule Aachen wurde. 1974 wurde er Professor für Baustatik an der Universität Wuppertal. Neben seiner Arbeit als Abgeordneter blieb Laermann der Hochschule und Wissenschaft weiter verbunden. Sein internationales Engagement führte zu vielen außergewöhnlichen Berufungen in mulitnationale Gremien.

In der FDP seit 1968 - u.a. als Kreisvorsitzender, Mitglied des Landesvorstandes etc. - engagiert, rückte er 1974 erstmals über die FDP-Landesliste Nordrhein-Westfalen für den zum Bundespräsident gewählten Walter Scheel in den Bundestag nach. Prof. Laermann wurde dort forschungspolitischer Sprecher seiner Fraktion sowie stellvertretender Vorsitzender des Bundestags-Ausschusses für Forschung und Technologie. Während seines Bundestagsmandates gehörte er darüber hinaus zahlreichen weiteren Ausschüssen an, zuletzt dem Auswärtigen Ausschuss, dem Finanzausschuss und dem Ausschuss für Bildung, Wissenschaft, Forschung, Technologie und Technikfolgenabschätzung.

Anfang 1994 wurde Prof. Laermann Bundesminister für Bildung und Wissenschaft. Nach der anschließenden Bundestagswahl übernahm die CDU das Ressort und legte es mit dem Forschungsministerium zusammen. Im Vorfeld der Bundestagswahl 1998 machte Laermann mit seiner Erklärung, nicht mehr für den Deutschen Bundestag zu kandidieren, erheblichen Druck auf die FDP zu einem personellen Wechsel.

1995 erfolgte seine Emeritierung an der Bergischen Universität in Wuppertal, an der auch als Emeritus weiterhin tätig ist.

Seit 1997 ist Prof. Laermann Vorsitzender des Programmausschusses und seit 1998 stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung.