Wolfgang Döring
(1919-1963), Berufsoffizier und Politiker
Aus Leipzig stammend trat Wolfgang Döring nach dem Abitur der Wehrmacht bei, um eine Offizierskarriere zu beginnen. 1945 als Panzerhauptmann entlassen, stieß er als ein typischer Vertreter der so genannten "Frontgeneration", der auch Walter Scheel und Erich Mende zuzurechnen sind, zur FDP und wurde dort 1950 Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen.
Obwohl ursprünglich Anhänger einer Politik der "Nationalen Sammlung" profilierte er sich Mitte der 50er Jahre als Vorreiter einer sozial-liberalen Koalition und einer neuen Deutschlandpolitik. Sowohl beim so genannten "Aufstand der Düsseldorfer Jungtürken", der 1956 zur Bildung einer sozial-liberalen Koalition im größten Bundesland und zum Bruch der Koalition mit Adenauer im Bund führte, als auch bei den Gesprächen von Weimar und Garmisch zwischen FDP und LDPD im gleichen Jahr spielte Döring eine entscheidende Rolle. Dadurch empfahl er sich auch der Bundespartei, wurde 1957 Wahlkampfleiter und zog in den Bundestag ein.
Als einer der liberalen Hoffnungsträger wählten ihn 1962 die Delegierten zum stellvertretenden FDP-Vorsitzenden. Diese Hoffnungen schien Döring im Zuge der Spiegel-Affäre 1962 vor allem durch seine aufsehenerregende Rede einzulösen, die zum Rücktritt des Verteidigungsministers Strauß beitrug. Doch starb er kurz darauf unter nicht ganz geklärten Umständen. Als Anerkennung für seine Verdienste um den Liberalismus wurde 1969 die liberale Landesstiftung in Nordrhein-Westfalen nach ihm benannt.
- Zur "Spiegel-Affäre" (1962)
Obwohl ursprünglich Anhänger einer Politik der "Nationalen Sammlung" profilierte er sich Mitte der 50er Jahre als Vorreiter einer sozial-liberalen Koalition und einer neuen Deutschlandpolitik. Sowohl beim so genannten "Aufstand der Düsseldorfer Jungtürken", der 1956 zur Bildung einer sozial-liberalen Koalition im größten Bundesland und zum Bruch der Koalition mit Adenauer im Bund führte, als auch bei den Gesprächen von Weimar und Garmisch zwischen FDP und LDPD im gleichen Jahr spielte Döring eine entscheidende Rolle. Dadurch empfahl er sich auch der Bundespartei, wurde 1957 Wahlkampfleiter und zog in den Bundestag ein.
Als einer der liberalen Hoffnungsträger wählten ihn 1962 die Delegierten zum stellvertretenden FDP-Vorsitzenden. Diese Hoffnungen schien Döring im Zuge der Spiegel-Affäre 1962 vor allem durch seine aufsehenerregende Rede einzulösen, die zum Rücktritt des Verteidigungsministers Strauß beitrug. Doch starb er kurz darauf unter nicht ganz geklärten Umständen. Als Anerkennung für seine Verdienste um den Liberalismus wurde 1969 die liberale Landesstiftung in Nordrhein-Westfalen nach ihm benannt.



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