Cornelia Pieper
Neben Hans-Dietrich Genscher und Uwe Lühr ist Cornelia Pieper die dritte aus Halle stammende liberale Politikerin. Nach dem Abitur absolvierte sie in Leipzig und Warschau das Studium der Sprachwissenschaften mit den Schwerpunkten Polnisch und Russisch. Nach dem Abschluss als Diplomsprachmittlerin im Jahre 1982 war sie als Dolmetscherin im Bereich Tourismus und Kulturarbeit tätig.

Von 1987 bis 1990 übernahm sie eine Tätigkeit in der Abteilung Kultur/Bildung beim Bezirksverband Halle der LDPD und engagierte sich nach 1989 für den Aufbau der Jungen Liberalen in Sachsen-Anhalt. In die FDP übergewechselt, wurde sie nach den Landtagswahlen 1990 Abgeordnete und Vizepräsidentin des Landtages Sachsen-Anhalt. Seit 1993 ist sie Mitglied des Bundesvorstands der FDP. Ein Jahr nach dem Scheitern der regionalen FDP an der Fünf-Prozentklausel übernahm Cornelia Pieper 1995 das Amt der Landesvorsitzenden in Sachsen-Anhalt, in dem sie mehrfach bestätigt worden ist. 1997 bewarb sie sich erfolgreich um einen der drei Stellvertreter-Posten für den Bundesvorsitz.

1998 zog Cornelia Pieper in den Bundestag ein. Bei seinem Amtsantritt als Bundesvorsitzender berief Guido Westerwelle sie im Mai 2002 zur Generalsekretärin. Als Spitzenkandidatin im Landtagswahlkampf Sachsen-Anhalt 2002 erreichte sie mit 13 Prozent ein Stimmenergebnis, das an die großen Erfolge von 1990 anknüpfte und die FDP wieder in die Regierung führte.

Cornelia Pieper engagierte sich weiter in der Bundespolitik und wurde im gleichen Jahr erneut in den Bundestag gewählt. Anfang 2005 übernahm sie den Vorsitz des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung.

Seit Oktober 2009 ist Cornelia Pieper Staatsministerin im Auswärtigen Amt.

Homepage: www.cornelia-pieper.de