Karl Hermann Flach
Karl Hermann Flach wurde im ostpreußischen Königsberg geboren und besuchte in Rostock die Oberschule. Als Redakteur der "Norddeutschen Zeitung" kam er in Kontakt mit der LDP(D), der er 1946 beitrat.

Dem Freundeskreis um Arno Esch zugehörig musste er 1949 aus der Sowjetischen Besatzungszone fliehen und studierte dann an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaft. Danach war er journalistisch tätig, seit 1956 auch für die Bundesgeschäftsstelle der FDP, die er ab 1959 selbst leitete und sich dabei als Wahlkampfleiter bei der Bundestagswahl 1961 große Verdienste erwarb.

1962 wechselte er zur "Frankfurter Rundschau" und stieg dort bis zum stellvertretenden Chefredakteur auf. In dieser Funktion wirkte er als Vorbereiter einer sozial-liberalen Koalition, für die vor allem durch sein Buch "Noch eine Chance für die Liberalen" (1971) auch eine theoretisch-programmatische Grundlage lieferte. Dadurch war Flach für das neu geschaffene Amt eines FDP-Generalsekretärs geradezu prädestiniert, so dass ihn die Delegierten beim Freiburger Parteitag fast einstimmig dazu wählten. Auf diesem Parteitag wurden 1971 auch die so genannten "Freiburger Thesen" verabschiedet, an deren Formulierung Flach mitwirkte.


1972 in den Bundestag gewählt, starb Flach jedoch bereits im August 1973. Bis heute gilt er als eine Symbolfigur für den sozial-liberalen Aufbruch der FDP Ende der 1960er Jahre. An Flachs politisches und journalistisches Wirken erinnert u. a. die liberale Landestiftung in Hessen.

- Erhards schwerer Weg (1963)